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Tarifverhandlungen bei TÜV Bund bisher ohne Ergebnis – Auch in NRW ganztägige Streiks am 3. und 4. Mai

30.04.2021

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten im Tarifgebiet TÜV Bund zu ganztägigen Streiks am Montag, dem 3. Mai und Dienstag, dem 4. Mai 2021 auf. Die TÜV-Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Hessen, im Saarland, in Berlin-Brandenburg und Hamburg werden an beiden Tagen in der Zeit von 00:00 bis 24:00 Uhr in einen sogenannten stay@home-Streik treten.

Der Warnstreik wurde nötig, weil die Arbeitgeberseite trotz des ersten Warnstreiks am 21. April in der 5. Tarifrunde kein neues Angebot vorgelegt haben. Stattdessen wurde das bisherige Angebot von 2 Prozent Vergütungserhöhung für 2021 und 2,5 Prozent für 2022 aufrechterhalten.

"Hier muss stark nachgebessert werden. Ein Streiktag hat offenbar nicht ausgereicht, die Arbeitgeber zu einem wertschätzenden Angebot zu bewegen. Die TÜV-Beschäftigten haben etwas Besseres verdient und sind über die starre Haltung der Arbeitgeber außerordentlich enttäuscht. Sie werden deshalb stärkeren Druck ausüben und zwei Tage in den Streik treten, um ein deutlich verbessertes Angebot zu erzielen", betont ver.di-Verhandlungsführer Peter Bremme.

ver.di fordert unter anderem einen Sockelbetrag von 300 Euro für Beschäftigtengruppen in niedrigen Gehaltsgruppen sowie für ver.di-Mitglieder die Möglichkeit, zwischen Vergütungserhöhung und Freizeit wählen zu können. Etwa 7.000 Tarifangestellte arbeiten bei den Technischen Überwachungsdiensten. Die Beschäftigten des TÜV nehmen Führerscheinprüfungen ab, beschäftigen sich mit Cyber-Security, mit E-Automobilität und Windenergie - um nur einige Beispiele zu nennen.

„Bereits am ersten Streiktag in NRW gab es zahlreiche Verzögerungen bei Fahrzeugprüfungen und Fahrerlaubnisprüfungen. Damit rechnen wir auch in der kommenden Woche, in der vielerorts erneut Stationen des TÜV bestreikt werden“, ergänzt ver.di Gewerkschaftssekretär Andreas Rech für Nordrhein-Westfalen.

Der nächste Verhandlungstermin ist der 12. Mai. Es wird voraussichtlich digital verhandelt. Der Warnstreik wird als stay@home-Streik durchgeführt, um Ansteckungsrisiken mit dem Corona-Virus zu vermeiden.

Ansprechpartner in NRW: Andreas Rech 0171 2011874

Für Rückfragen: Peter Bremme 0170 55 05 911

Pressekontakt

Lisa Isabell Wiese Pressesprecherin
ver.di Landesbezirk NRW
0211.61 824-110 lisa-isabell.wiese@verdi.de
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