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Tarifrunde privates Bankgewerbe: ver.di ruft alle Commerzbank-Betriebe …

Fachbereich Finanzdienstleistungen

Tarifrunde privates Bankgewerbe: ver.di ruft alle Commerzbank-Betriebe in NRW zum Warnstreik auf

29.09.2021

Die letzte Verhandlungsrunde für das private Bankgewerbe am vergangenen Freitag (24.9.) brachte kein Ergebnis. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der private Arbeitgeberverband (AGV) liegen mit ihren Vorstellungen nach drei Verhandlungsrunden noch weit auseinander. Keinerlei Annäherung gab es bei den ver.di-Forderungen zu mobiler Arbeit. Auf die von ver.di geforderten 4,5 Prozent Gehaltserhöhung reagierte der AGV mit einem Angebot, das ver.di als absolut unzureichend zurückweist.

„Das Arbeitgeberangebot ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten. Während der extrem schwierigen Situation in der Coronakrise waren es die Bankangestellten, die den Laden am Laufen gehalten haben. Was ihnen die Beschäftigten wert sind, zeigt das Angebot, das jetzt von den Arbeitgebern offeriert wird: nämlich gar nichts“, so Roman Eberle, bei ver.di NRW für Privatbanken verantwortlich.

Die Bankarbeitgeber bringen neun sogenannte Leermonate ins Spiel. Erst ab April 2022 sollen die Gehälter in drei Stufen um einmal 1,2 Prozent und zweimal um je 1 Prozent bis April 2024 (36 Monate Laufzeit) angehoben werden. Vor dem Hintergrund der derzeitigen und künftig zu erwartenden Inflationsraten geht ver.di davon aus, dass dies zu einem Reallohnverlust von ca. 5 Prozent führen würde. Die Gewerkschaft ruft daher die Beschäftigten der Commerzbank-Betriebe in NRW zu einem ganztägigen Warnstreik am Freitag, dem 1. Oktober 2021 auf. Aufgerufen sind Beschäftigte der Betriebe Dortmund (Westfalen), Essen (Ruhrgebiet), Düsseldorf, Köln und Bielefeld, inklusive aller angeschlossenen Filialen und internen Abteilungen. Eine zentrale Streikversammlung für NRW findet pandemiebedingt am Freitagmorgen in digitaler Form statt.

ver.di fordert für das private Bankgewerbe eine Erhöhung der Gehälter um 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und einer sozialen Komponente über 150 Euro sowie ein Wahlrecht zwischen Gehalt und Freizeit und Regelungen zur mobilen Arbeit. Die Gewerkschaft fordert außerdem, dass die Beschäftigten einen Anspruch darauf haben sollen, bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit mobil zu arbeiten. Dafür sollen sie einen Anspruch auf eine Erstausstattungspauschale in Höhe von 1.500 Euro erhalten.

Kontakt:

Roman Eberle - 0171 5531471

Pressekontakt

Lisa Isabell Wiese Pressesprecherin
ver.di Landesbezirk NRW
0211.61 824-110 lisa-isabell.wiese@verdi.de
pressestelle.nrw@verdi.de