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Streikkundgebung im Autokino: Handwerker der TSP empört über …

Terminhinweis

Streikkundgebung im Autokino: Handwerker der TSP empört über Verhalten des Arbeitgebers

14.04.2021

Streikende der TSP GmbH (TechnikServicePlus) im LEG Konzern kommen am Freitag (16.4.) ab 10 Uhr auf dem Düsseldorfer Messegelände zum Autokino zusammen. Die Streikveranstaltung wird im Auto über das Radio empfangen, bevor ein Autokorso zur LEG-Zentrale aufbricht. Am nunmehr 58. Streiktag kämpfen Beschäftigte für einen Tarifvertrag, den ihnen der Arbeitgeber verwehrt und aktiv gegen den Streik vorgeht. Mit dieser auf Abstand bedachten Kundgebungsform halten die Beschäftigten den Druck weiter aufrecht. Unterstützt werden sie dabei von Thomas Kutschaty (SPD) sowie Stimmen aus Kultur, Gewerkschaft und anderen Streikbetrieben. Es werden rund 50 PKWs erwartet.

Trotz Rekordgewinnen des LEG Konzerns, die die Prognosen für das Jahr 2020 noch übertroffen haben, weigern sich die Arbeitgeber über einen Tarifvertrag für die handwerklich Beschäftigten zu verhandeln. Den Handwerkerinnen und Handwerkern wird konsequent die Sicherheit von regelmäßigen Lohnerhöhungen verweigert. „Konzerne, die seit Jahren Rekordgewinne erzielen und damit ihre Aktionäre bedienen, sind moralisch und gesellschaftlich in der Pflicht für ordentliche Arbeitsbedingungen ihrer Beschäftigten zu sorgen. Aus dieser Pflicht entlassen wir die LEG nicht!“, so Andrea Becker, ver.di Fachbereichsleiterin Besondere Dienste NRW. „Das Handwerk ist gefragter denn je – einen Tarifvertrag als Wettbewerbsnachteil zu bezeichnen, ist für uns unverständlich und angesichts der Rekordgewinne auch unverschämt!“ 

Der Arbeitgeber geht aktuell massiv gegen Streikende und damit gegen ihr Grundrecht am Streik teilzunehmen vor. Es werden Abmahnungen gegen Streikende ausgesprochen, zugesagte Nutzungen von Dienstwagen zurückgenommen sowie Benachteiligungen bei der Ausführung von Notdiensten mit hohen Zuschlägen verwehrt. Gegen die Gewerkschaft ver.di wurde eine einstweilige Verfügung zur Unterlassung des Streiks erlassen, die jedoch vor dem Arbeitsgericht in Berlin zurückgewiesen wurde. Der LEG-Konzern ging daraufhin in Berufung. „Der LEG Konzern zeigt im Tarifkonflikt ein neues Gesicht. Hier wird mit harten Bandagen und unter der Gürtellinie gegen ein Grundrecht agiert. Die Entwicklung der ehemals landeseigenen Gesellschaft LEG mag für Aktionärinnen und Aktionäre gut sein - für die Beschäftigten brechen harte Zeiten an. Auch die Mieterverbände wissen seit langem von Problemen zu berichten.“

Zum Ablauf:

  • 10:00 Uhr           Begrüßung, danach Grußwort Andrea Becker
  • 10:45 Uhr           Frank Bethke (stellv. Landesbezirksleiter ver.di NRW)
  • 11:00 Uhr           Thomas Kutschaty (SPD NRW)
  • 11:20 Uhr           Christiane Fillers (BR-Vorsitzende DB Callcenter, ebenfalls im Streik)
  • 11:30 Uhr           Esther Münch, Kabarettistin
  • 12:00 Uhr           Start des Autokorsos in Richtung LEG Zentrale

Hintergrund:

Bereits im Sommer 2020 hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) die Arbeitgeber der TSP GmbH zu Tarifverhandlungen für die rund 420 Beschäfigten in NRW aufgefordert. Nachdem der Arbeitgeber bis zum Herbst nicht verhandeln wollte, hat ver.di zu ersten Warnstreiks aufgerufen. Seit fast 60 Tagen befinden sich nun Beschäftigte an allen fünf NRW-Standorten im unbefristeten Streik. Davon sind auch Mieterinnen und Mieter betroffen, die auf Handwerkerleistungen warten. Der Deutsche Mieterbund NRW hat sich hinter die Streikenden gestellt.

Wir laden Sie herzlich zur Berichterstattung vor Ort ein!

Kontakt vor Ort:

Andrea Becker: 0170-8002428 – Ansprechpartnerin auf dem Messegroßparkplatz P1, Feld 5 Nord.

  • Facebook: https://www.facebook.com/LikedenStreik
  • Homepage: https://besondere-dienste-nrw.verdi.de/++co++865b98ea-9b62-11eb-a2e2-001a4a160100

Pressekontakt

Lisa Isabell Wiese Pressesprecherin
ver.di Landesbezirk NRW
0211.61 824-110 lisa-isabell.wiese@verdi.de
pressestelle.nrw@verdi.de