Pressemitteilungen

Mehr tödliche Arbeitsunfälle und weniger Personal

Mehr tödliche Arbeitsunfälle und weniger Personal

ver.di fordert dringend mehr Personal für die Arbeitsschutzverwaltung NRW 24.10.2017

Aktuelle Zahlen der gesetzlichen Unfallversicherung DGUV (Deutsche gesetzliche Unfallversicherung) von Mitte Oktober belegen es zynisch. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 gab es bundesweit 223 tödliche Arbeitsunfälle. Im gleichen Zeitraum im Vorjahr waren es 198. Das sind 12,6 Prozent mehr Todesfälle. Ein schlimmes Schicksal für die betroffenen Familien, aber auch ein Beweis für die nunmehr belegbare lückenhafte staatliche Arbeitsschutzüberwachung.

Die Arbeitsschutzbehörden der Länder haben im Jahr 2003 noch 190.314 Betriebe aufgesucht. 2014 waren es nur noch 89.204 Betriebe. Das hat mit der sehr stark gesunkenen Zahl der Aufsichtsbeamten zu tun. 2003 waren in Deutschland 4.116 Aufsichtsbeamte bei den Unfallversicherungen und den staatlichen Arbeitsschutzbehörden tätig. 2013 waren es nur noch 2.935. Also rund 30 Prozent weniger Personal als noch im Jahr 2003. Die Zahlen in NRW für die Arbeitsschutzverwaltung sehen nicht besser aus. 2003 waren es 652 Beamtinnen und Beamte, 2013 lediglich noch 416. Mehr als 36 Prozent weniger Personal als noch im Jahr 2003.

Das Kaputtsparen der Arbeitsschutzverwaltung hat also tödliche Konsequenzen!