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Wach- und Sicherheitsgewerbe NRW

Wach- und Sicherheitsgewerbe NRW

73,04 Prozent der ver.di-Mitglieder stimmen für das Tarifergebnis 11.01.2017

Wach- und Sicherheitsgewerbe NRW: 73,04 Prozent der ver.di-Mitglieder stimmen für das Tarifergebnis

Bei der ver.di-Mitgliederbefragung im Wach- und Sicherheitsgewerbe von Nordrhein-Westfalen haben 73,04 Prozent für die Annahme des Tarifergebnisses gestimmt. Damit kann der Tarifvertrag wie von der Tarifkommission empfohlen ab 1. Februar in Kraft treten. Kritische Bewertungen habe es von den Betroffenen der untersten Lohngruppe in der Bewachung gegeben. „Hier brauchen wir mehr Mitglieder, um höhere Lohnsteigerungen in künftigen Tarifrunden durchzusetzen“, sagte ver.di-Verhandlungsführerin Andrea Becker.

Die Löhne und Gehälter in der Branche erhöhen sich in den unterschiedlichen Lohngruppen in Stufen um 4,7 bis 12 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Die Nachtarbeitszuschläge werden ab 1.1.2018 von 5 auf 10 Prozent erhöht. Ab 1.2.2017 wurde für die unterste Lohngruppe ein Stundenlohn von 10 Euro festgesetzt.

Erstmalig aufgenommen ist die Eingruppierung für die Beschäftigten in Flüchtlingsheimen, um willkürlich gezahlten Löhnen ein Ende zu setzen. Nicht selten wurden die Beschäftigten dort nach der untersten Lohngruppe bezahlt, die bei 9,70 Euro lag. Ab 1.2.2017 erhalten sie 11,24 Euro und ein Jahr später 11,97 Euro. Für die Sicherheitskräfte an den Flughäfen wurde ein deutlicher Schritt hin zur Angleichung der Personen- und Warenkontrolle an die Löhne der Passagierkontrolleure erreicht, deren Stundenlohn auf 17,05 Euro angehoben wurde. Den Mindestanspruch der monatlichen Arbeitszeit erhöhten die Tarifvertragsparteien von 160 auf 173 Stunden, was bares Geld für die Beschäftigten bedeutet.