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Wach- und Sicherheitsgewerbe: 4,7 bis 12 Prozent mehr

Wach- und Sicherheitsgewerbe: 4,7 bis 12 Prozent mehr

16.12.2016

Wach- und Sicherheitsgewerbe: 4,7 bis 12 Prozent mehr

Eingruppierung für Beschäftigte in Flüchtlingsheimen

Nach 17stündigen Verhandlungen haben die Tarifparteien für das Wach- und Sicherheitsgewerbe ein Ergebnis für die 50.000 Beschäftigten in NRW vorgelegt. Danach erhöhen sich die Löhne und Gehälter in den unterschiedlichen Lohngruppen in Stufen um 4,7 bis 12 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Die Nachtarbeitszuschläge werden ab 1.1.2018 von 5 auf 10 Prozent erhöht. Ab 1.2.2017 wurde für die unterste Lohngruppe ein Stundenlohn von 10 Euro festgesetzt.

Erstmalig aufgenommen ist die Eingruppierung für die Beschäftigten in Flüchtlingsheimen, um willkürlich gezahlten Löhnen ein Ende zu setzen. Nicht selten wurden die Beschäftigten dort nach der untersten Lohngruppe bezahlt, die bei 9,70 Euro lag. Ab 1.2.2017 erhalten sie 11,24 Euro und ein Jahr später 11,97 Euro. Für die Sicherheitskräfte an den Flughäfen wurde ein deutlicher Schritt hin zur Angleichung der Personen- und Warenkontrolle an die Löhne der Passagierkontrolleure erreicht, deren Stundenlohn auf 17,05 Euro angehoben wurde.

Den Mindestanspruch der monatlichen Arbeitszeit erhöhten die Tarifvertragsparteien von 160 auf 173 Stunden. „Die garantierte Mindestarbeitszeit bedeutet bares Geld für die Beschäftigten im Wach- und Sicherheitsgewerbe“, sagte ver.di-Verhandlungsführerin Andrea Becker.

Das Verhandlungsergebnis wird die Gewerkschaft ihren Mitgliedern bis zum 6. Januar 2017 zur Abstimmung vorlegen. Die Tarifkommission der Gewerkschaft hat das Ergebnis zur Annahme empfohlen.