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ver.di fordert die Uniklinik Düsseldorf und die Sana Kliniken Düsseldorf zu Tarifverhandlungen auf

27.07.2017

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat das Uni-versitätsklinikum Düsseldorf sowie die Sana Kliniken mit ihren beiden Standorten Gerresheim und Benrath in Düsseldorf heute (27. Juli) zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung aufgefordert. Durch die Personalnot sei der Druck auf die Beschäftigten enorm. Gesetzlich vorgeschriebene Pausen könnten oft nicht genommen werden. Vor allem Pflegekräfte haben permanent die Sorge, nicht so pflegen und versorgen zu können, wie es fachlich geboten wäre. Der Dauerstress belaste und mache viele Beschäftigte sogar krank.

„Dass Arbeit so organisiert werden muss, dass die Gesundheit nicht gefährdet wird, gilt auch für Krankenhäuser“, erläutert Jan von Hagen, als Gewerkschaftssekretär bei ver.di NRW für Krankenhäuser zuständig. „Alle wissen um die dramatische Situation in den Krankenhäusern. Aber die Arbeitgeber ändern daran nichts. Deshalb machen wir das Thema Entlastung nun zum Gegenstand einer tarifpolitischen Auseinandersetzung“, so von Hagen. 

Die Aufforderungen zu Tarifverhandlungen sind eingebettet in die bundesweite Bewegung der Gewerkschaft ver.di für mehr Personal und Entlastung im Krankenhaus. Bundesweit fehlen 162.000 Stellen, 70.000 allein in der Pflege. 64 Prozent der Pflegekräfte müssen nachts allein durchschnittlich 26 Pati-ent/innen pflegen und versorgen. Die Arbeitgeber haben die Verantwortung für gute Arbeitsbedingungen, die durch entsprechende Tarifverträge zu regeln sind. Der Gesetzgeber hat die Verantwortung für eine gute Gesundheitsversorgung mit einer vorgeschriebenen Personalausstattung und einer ausreichenden, zweckgebundenen Finanzierung, so der Gewerkschafter. 

ver.di erwartet die zügige Aufnahme von Tarifverhandlungen. „Die Geduld und die Kraft der Beschäftigten in den Kliniken ist restlos aufgebraucht“, bekräftigt von Hagen.