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Uniklinik-Vorstand pflegt Rechtsmissbrauch Beschäftigte pflegen …

Uniklinik-Vorstand pflegt Rechtsmissbrauch Beschäftigte pflegen Menschen Auf welcher Seite steht die Landesregierung?

22.01.2018

Nachdem der Vorstand der Uniklinik Düsseldorf zum 1. Januar 2018 rechtswidrig ein neues Arbeitszeitmodell für 1.800 Beschäftigte eingeführt hat, demonstrieren die betroffenen Pflegekräfte am Samstag (20.01) vor dem Neujahrsempfang der CDU. 

„Das in einer Uniklinik in NRW unter der Rechtsaufsicht der Landesregierung so etwas möglich ist, ist schon ein Skandal für sich“, empört sich Gabriele Schmidt, ver.di-Landesleiterin in NRW. „Zudem widerspricht es allen gesundheitspolitischen Versprechen dieser Landesregierung! Mit dieser Maßnahme wird die Belastungssituation der Pflegekräfte noch einmal verschärft, weil ihnen 12 freie Tage im Jahr genommen werden, die sie bei ihrem anspruchsvollen Job dringend benötigen.“ 

Der Vorstand der Uniklinik Düsseldorf hatte, ohne die notwendigen Verhandlungen mit dem Personalrat, die neuen Dienstpläne eingeführt, deren folge es ist, dass die Beschäftigten in ihren täglichen Schichten minimal kürzer arbeiten, dafür aber die Erholungstage entsprechend gekürzt werden. Diese waren unter anderem eingeführt worden, um Pflegenden nach den Nachtdiensten ausreichend freie Tage zu gewähren, bevor sie wieder in den Tagdienst einsteigen. 

Mittlerweile haben der Personalrat und 9 Beschäftigte persönlich Klage gegen diesen Rechtsbruch eingereicht. 1.400 Beschäftigte haben per Unterschrift erklärt, dass sie das neue Arbeitszeitmodell ablehnen. 

Die Erwartung der Beschäftigten ist eindeutig, berichtet man bei ver.di. Sowohl die rechtswidrige Einführung als auch die Zunahme der Belastung kann eine Landesregierung nicht zulassen, wenn sie ihre Verantwortung für die Unikliniken ernst nimmt. Deshalb wendet man sich auch an die CDU, auf deren Neujahrsempfang sowohl Ministerpräsident Armin Laschet als auch der Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann vor Ort sind. 

Zu der Kundgebung werden auch Beschäftigte anderer Unikliniken erwartet, da die Sorge ist, dass das Verhalten dieses Vorstandes und das komplette Ignorieren der Interessen der Beschäftigten Schule macht, wenn es nicht klar begrenzt wird.