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Uniklinikvorstand verweigert jeden Dialog - Ausweitung der Streiks …

Uniklinikvorstand verweigert jeden Dialog - Ausweitung der Streiks in nächster Woche

20.10.2017

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Beschäftigte der Uniklinik in Düsseldorf und der Tochtergesellschaften UKM und GKD für Dienstag und Mittwoch (24./25.10.) erneut zu einen 48-stündigen Warnstreik aufrufen.

„Der Vorstand der Uniklinik hat unser erneutes Angebot von Notdienstverhandlungen wiederum ausgeschlagen und ist nicht zu Tarifgesprächen über eine Entlastung der Beschäftigten bereit.“ bedauert Jan von Hagen, ver.di-Krankenhaussekretär in NRW. „Das die Geschäftsführung nun aktiv versucht, Beschäftigte unter Druck zu setzen und zeitgleich die Belastungssituation kleinredet, wird zu einer größeren Streikbeteiligung führen. Die Beschäftigten sind wirklich sauer,“ so von Hagen.

Da es keine Notdienstvereinbarung gibt, wird ver.di den Arbeitgeber sehr frühzeitig auf Bereiche hinweisen, in denen viele Beschäftigte dem Streikaufruf folgen werden. Der Arbeitgeber hat auf diese Weise den notwendigen Vorlauf, um geplante Operationen und Patientenaufnahmen zu verschieben. Probleme in der Notfallversorgung an den Streiktagen können so ausgeschlossen werden. Logistisch ist es möglich, die betroffenen Patienten frühzeitig zu informieren und Stationen zu schließen, in denen die Versorgung nicht aufrechterhalten werden kann. „Sollten solche Maßnahmen trotz der frühzeitigen Ankündigung nicht durchgeführt werden, trägt die Verantwortung allein der Vorstand der Uniklinik. Uns haben Briefe von Patienten erreicht, die erst in der Klinik erfahren haben, dass ihre OP nicht stattfinden kann. Ver.di empfiehlt darum, bei der Klinikleitung anzufragen, ob geplante Operationen stattfinden können.“

„Wir hoffen sehr, dass die Klinikleitung die Beschäftigten nicht weiter vor den Kopf stößt und endlich beginnt, gemeinsam mit ver.di nach Lösungen zu suchen. Die Belastungssituation ist objektiv nicht mehr zu tolerieren. In anderen Krankenhäusern, die die Gewerkschaft bundesweit zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung aufgefordert hat, konnten die Streiks mittlerweile überwiegend ausgesetzt werden, weil die Arbeitgeber zu Gesprächen bereit sind.“, berichtet Martin Koerbel-Landwehr, Mitglied der Bundestarifkommission von ver.di für den Öffentlichen Dienst und Personalratsvorsitzender an der Uniklinik Düsseldorf.