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Uniklinikstreiks: Beschäftigte fordern Vorstand zu ernsthaften …

Uniklinikstreiks: Beschäftigte fordern Vorstand zu ernsthaften Verhandlungen auf. Andernfalls Ausweitung der Streiks ab Januar

14.12.2017

 Nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche an der Uniklinik Düsseldorf am vergangenen Freitag (9.12.) reagierten die Beschäftigten auf der ver.di Mitgliederversammlung enttäuscht, wütend und entschlossen.

 „Die Beschäftigten der Uniklinik und der Tochtergesellschaften UKM und GKD sind stinksauer“, berichtet Jan von Hagen, ver.di Verhandlungsführer für die Uniklinik Düsseldorf. „Das Signal ist eindeutig: Wenn der Uniklinikvorstand bis Beginn des Jahres keine Bereitschaft zu Tarifverhandlungen für die Tochtergesellschaften und Gesprächsbereitschaft zur Festlegung von Personalmindeststandards erklärt, werden wir die Streikmaßnahmen ab Januar in der Länge und in der Intensität aus-dehnen. Jetzt liegt es am Vorstand, ob er die Phase des Jahreswechsels zum Nachdenken nutzt und einen ernsthaften Schritt auf die Beschäftigten zugeht!“

 Es ist eine bewusste Entscheidung des Vorstands, sich hinter Scheinargumenten zu verstecken. Die Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband ist kein Hinderungsgrund für Gespräch zu Personalbedarf, wie der Vorstand des Universitätsklinikums Essen gerade beweist. Und immer wieder einen alten Tarifvertrag mit einer anderen Gewerkschaft anzuführen, der für den übergroßen Teil der Belegschaft gar nicht rechtssicher gilt muss man schon als gezielte Fehlinformation der Öffentlichkeit werten.

Genauso kann der Vorstand entscheiden, das er jetzt nach wirklichen Lösungen suchen will, macht ver.di deutlich, wie die weitere Eskalation vermeidbar ist.

 Die im Sondierungsgespräch angedeuteten Entlastungsmaß-nahmen seitens der Uniklinik wurden von den Beschäftigten in Summe als Provokation empfunden. Ein Teilnehmer der Mitgliederversammlung brachte die Stimmung auf dem Punkt, als er unter lautem Applaus verkündete, dass er seit über 10 Jahren stolzer Beschäftigter der Uniklinik sei, aber bei dem jetzigen Umgang des Vorstands mit den Beschäftigten das Klinikum bald verlassen werde. 

In einem zur Information der Öffentlichkeit einberufenen Pressegespräch am 13. Dezember 2017 spitzte Krankenschwester Melina Marquez die Erwartungen der beschäftigten zu:

„Es geht hier um alle Beschäftigten! Egal ob es in der Pflege, in der Küche oder im Transportdienst ist, überall gibt es so wenig Personal, das wir als Beschäftigte krank und die Patienten nicht gut versorgt werden können. Dafür brauchen wir Lösungen“

„Dann müssen wir weiter streiken, bis dieser Vorstand versteht, dass wir sein größtes Kapital sind und nicht nur ein nerviger Kostenfaktor“, fasste Ralf Hinkelmann aus der Tochtergesellschaft UKM die Bereitschaft der Belegschaft zu weiteren Streiks zusammen.