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Warnstreiks bei Logistik- und Paketdiensten in NRW haben Auswirkungen …

Warnstreiks bei Logistik- und Paketdiensten in NRW haben Auswirkungen auf bundesweites Netz

29.09.2016

Die Warnstreiks bei den Logistik- und Paketdienstleistern in Nordrhein-Westfalen haben inzwischen Auswirkungen auf das bundesweite Liniennetz von Unternehmen. Nach Streiks im Bereich von DHL Delivery GmbH´s gab es weitere Arbeitsniederlegungen von über 200 Beschäftigten im Hermes Logistikcenter Hückelhoven und bei der trans-o-flex Netzwerk Group in Köln, Duisburg und Dortmund. In den Unternehmen kam die Produktion fast vollständig zum Erliegen. Tausende Pakete und Termingüter blieben liegen und konnten nicht termingerecht zugestellt werden. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) erklärte, sie werde „kurzfristig und unangekündigt zu weiteren Warnstreiks in verschiedenen Unternehmen der Branche aufrufen“. 

Hintergrund des Konfliktes ist die Weigerung der Arbeitgeber, Tarifverhandlungen über eine Zulage nach Beschäftigungsjahren für die rund 100.000 gewerblich Beschäftigten in NRW aufzunehmen. In anderen Bundesländern ist diese Zulage in der Branche üblich und gilt seit langem auch für die kaufmännisch-technischen Beschäftigten in NRW. „Solange die Arbeitgeberseite nicht bereit ist, diese Gerechtigkeitslücke zu schließen, werden die Warnstreiks fortgesetzt“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Hermann Völlings. Die Gewerkschaft habe sich „auf wochenlange Warnstreiks eingestellt“. 

ver.di fordert eine Erhöhung der Löhne/Gehälter und Azubi-Vergütungen linear um 5 Prozent für 12 Monate. Zudem sollen die Löhne ab dem vierten Beschäftigungsjahr um 25 Euro, ab dem siebten Jahr um weitere 25 Euro (insg. 50 Euro), ab dem zehnten Jahr um weitere 50 Euro (insg. 100 Euro) und ab dem 13. Beschäftigungsjahr um weitere 50 Euro (insg. 150 Euro) steigen. Außerdem will ver.di die Aufwertung der gewerblichen Tätigkeiten durch Höher-gruppierungsmöglichkeiten von „Lagerarbeitern“, „Fachlageristen“ und „Fachkräften für Lagerlogistik“.