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ver.di will Zulage für Beschäftigungsjahre

Warnstreik in Speditions- und Transportwirtschaft

ver.di will Zulage für Beschäftigungsjahre

26.09.2016

Zu einem ersten ganztägigen Warnstreik in der Speditions-, Logistik-, Kurier- und Express-Kurierdienstbranche von NRW hat heute die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) aufgerufen. Es handele sich zunächst um „ausgewählte Betriebsstätten“, so ver.di. Nach Angaben der Gewerkschaft ist mit Verzögerungen bei der Güter- und Paketzustellung zu rechnen. 

Die Arbeitgeberverbände, denen Unternehmen wie DPD, DHL Delivery, UPS, Trans-o-flex, Schenker, Kühne&Nagel oder Hermes angehören, hatten es in der zweiten Tarifverhandlungsrunde strikt abgelehnt, über die ver.di-Forderungen zu verhandeln. Diese sehen erstmals für die rund 100.000 gewerblich Beschäftigten in NRW eine Zulage nach Beschäftigungsjahren vor. „In anderen Bundesländern gibt es diese Zulage für die Branche längst und auch für die kaufmännisch-technischen Beschäftigten in NRW sind sie seit langem durchgesetzt“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Hermann Völlings. Es sei an der Zeit, eine Aufwertung der Tätigkeiten in der Speditions- und Transportwirtschaft durchzusetzen und damit eine Gerechtigkeitslücke zu schließen. Der Tarifrunde vorangegangen war eine Befragung der Beschäftigten zum Forderungspaket.

ver.di fordert eine Erhöhung der Löhne/Gehälter und Azubi-Vergütungen linear um 5 Prozent für 12 Monate. Zudem sollen die Löhne ab dem 4. Beschäftigungsjahr um 25 Euro, ab dem siebten Jahr um weitere 25 Euro (insg. 50 Euro), ab dem zehnten Jahr um weitere 50 Euro (insg. 100 Euro) und ab dem 13. Beschäftigungsjahr um weitere 50 Euro (insg. 150 Euro) steigen. Außerdem will ver.di die Aufwertung der gewerblichen Tätigkeiten durch Höhergruppierungsmöglichkeiten von „Lagerarbeitern“, „Fachlageristen“ und „Fachkräften für Lagerlogistik“.