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Streikende schicken starkes Signal an die Arbeitgeber

Tarifrunde Einzelhandel / Zentrale Streikversammlung in Essen

Streikende schicken starkes Signal an die Arbeitgeber

23.05.2017

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft im Rahmen der Tarifrunde im nordrhein-westfälischen Einzelhandel zu einer zentralen Streikversammlung am morgigen Mittwoch (24.05.) nach Essen auf. Erwartet werden rund 2.000 Streikende aus allen Teilen des Landes.

ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer: „Die Arbeitgeber des Einzelhandels in NRW haben in der ersten Verhandlungsrunde mit ihrem Angebot mehr als enttäuscht. Zwei Nullmonate, dann 1,5 Prozent und in einem zweiten Schritt 1 Prozent und das bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Damit wollen sie die Beschäftigten mit einem Almosen in Höhe von 23 Cent pro Stunde in diesem Jahr abspeisen. Trotz der seit sieben Jahren anhaltenden guten wirtschaftlichen Lage, sind die Arbeitgeber also nicht bereit, Löhne und Gehälter so anzugleichen, dass die Beschäftigten heute und in Zukunft vernünftig davon leben können. Die Preissteigerung frisst den minimalen Zuwachs bei den Gehältern sofort auf. Wertschätzung für die geleistete Arbeit der Beschäftigten sieht anders aus.

Über die Allgemeinverbindlichkeitserklärung (AVE) der Tarifverträge wollten die Arbeitgeber erst gar nicht reden. All dies zeigt: ohne Druck aus den Betrieben werden die Arbeitgeber sich in dieser Tarifrunde nicht bewegen. Die zentrale Streikversammlung in Essen ist ein solches erstes kraftvolles Signal der Beschäftigten.“

Streikversammlung beginnt um 12:00 Uhr

Die zentrale Streikversammlung beginnt um ca. 12:00 Uhr auf dem Kennedyplatz in Essen. Dort wird neben der Verhandlungsführerin Silke Zimmer, die ver.di-Bundesfachbereichsleiterin Handel, Stefanie Nutzenberger zu den Streikenden sprechen. Im Anschluss werden die Streikenden durch die Essener Innenstadt demonstrieren.

ver.di fordert für den nordrhein-westfälischen Einzelhandel eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1 Euro pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro im Monat angehoben werden. Darüber hinaus will die Gewerkschaft die  „Allgemeinverbindlich“ für alle Tarifverträge erreichen. Das bedeutet, dass Tarifverträge für alle Unternehmen und alle Beschäftigten verbindlich gelten.